Kinderfilm
Dario Barbanti
Benno Fürmann
Elyas M'Barek
Diana Amft
Armin Rohde
Reiner Schöne
Tim Troeger
Catherine H. Flemming
Henry Horn
Dario Flick
Universal Pictures International (UPI)

Für den 12-järigen Moritz (Henry Horn) ist Fußball das Wichtigste im Leben. Mit seinem Verein will er hoch hinaus. Als seine Mutter (Diana Amft) Moritz' Vater (Benno Fürmann) beim Fremdgehen erwischt, werden seine Pläne gehörig durcheinander gebracht. Schweren Herzens muss der Junge seinen Fußballclub verlassen und mit der Mutter zu Großvater Rudi (Reiner Schöne) in eine andere Stadt ziehen. Moritz versucht sein Glück beim einzigen Fußballverein der Stadt, doch er schafft es nicht in die Mannschaft. Kurz darauf gründet er mit der selbstbewussten Catrina (Cosima Henman), den Brüdern Mehmet (Yassine Gourar) und Enes (Kaan Aydogdu) sowie einigen anderen Mitschülern seinen eigenen Verein: die Teufelskicker. Dem Team schließen sich auch der geheimnisvolle Alex (Dario Barbanti) und seine Rooftop-Gang an, die durch ihre Parkour-Einlagen über den Dächern der Stadt immer wieder für Aufsehen sorgen. Nachdem Moritz' Großvater die Rolle des Trainers übernimmt, meldet sich die bunte Truppe beim Pokalturnier an. Dort wollen sie allen beweisen, dass sie das Zeug zu großen Fußballern haben.
Obwohl die Handlung keine allzu großen Überraschungen bereit hält, bietet "Teufelskicker" über weite Strecken kurzweilige Unterhaltung. Besonders die ungewöhnlichen Trainingseinlagen hat Granz Henman rasant in Szene gesetzt. Wenn die jungen Fußballer zwischen den Regalen eines Kaufhauses oder mitten im Stadtverkehr ihre Dribbelkünste unter Beweis stellen, kommt Stimmung auf. Enttäuschend sind dagegen die Konflikte der Erwachsenen gezeichnet. Zwar überzeugen Benno Fürmann und Diana Amft in ihren Rollen der jungen Eltern. Deren Trennung ist zu oberflächlich behandelt und so ist ihr Konflikt der Spannung eher abträglich. Für die besten Szenen sorgen ohne Zweifel die Kinderdarsteller. Bei besonders emotionalen Momenten stoßen einige von ihnen an ihre schauspielerischen Grenzen. Die Chemie untereinander ist jedoch durchweg stimmig. Für die witzigsten Momente sorgt der kleine Enes mit seinen schlagfertigen Kommentaren. Das liebevolle "Schanuze, Enes!" als Reaktion der anderen Kinder auf seine Sprüche ist zweifelsohne ein gelungener Running Gag von "Teufelskicker".
(Carlos Corbelle/Filmreporter.de)
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